Nach Hanoi und Halong kommt Hué und Hoi An
10 02 2010Sag, was isn da los, da fangen alle Städte mitm gleichen Buchstaben an… vui oag. Is ja schon fast eine halbe Anapher, vielleicht.
Jedenfalls kletterte in Hué unser Thermometer erstmals über 30 Grad. Nachdem wir den tiefen Winter und den Frühling hinter uns gebracht haben, sind wir jetzt in den Tropen und damit im Sommer angekommen. Das brachte uns bei unseren Erkundungstouren zwar oft ganz schön ins schwitzen, hielt uns aber nicht davon ab uns alles was wir sehen wollten anzuschauen.
Wir schlossen uns einigen Touren an, unter anderem einer Tagestour in die DMZ, die ehemalige entmilitarisierte Zone. Beeindruckend waren die (zivilen) Tunnelsysteme um Vinh Moc, in denen Menschen 6 Jahre lang hausten und 17 Kinder zur Welt kamen. Die Tunnel wurden übrigens nicht für Touristen vergrößert…

Ines hat eine vietnamesische Größe,...
- …die hat aber nicht jeder…
Wir hatten einen großartigen Guide, der die Ereignisse als Kind miterlebt hat und uns die Geschichte überraschend neutral nähergebracht hat. Weitere Stops auf unserem Weg waren u.a. ein Teil des Ho-Chi-Minh Pfades und Khe Sanh.
Eine Bootstour in die Umgebung von Hué stand auch auf unserem Programm. Wir hielten an einigen sehr sehenswerten Orten wie Kaisergräbern und Pagoden, die Zeit am -sehr langsamen – Boot wurde von der Bootsmannschaft genutzt um eine kleine Verkaufsshow aufzuziehen. Man fühlte sich wie auf so einer Kaffeefahrt. Nur ohne Kaffee, sondern mit einem im Tourpreis inkludierten Mittagessen, bestehend aus Reis, ungewürztem Tofu (ist so am gesündesten und man merkt auch gar nicht, dass man was isst) und Gemüse. Aber am Ende der Tour hatten wir das gesehen was wir sehen wollten. Nur leider nicht das gekauft was wir kaufen wollten. Lt. dem Plan war der Abschluss der Fahrt ein Besuch in einem Dorf, in dem Räucherstäbchen und „Conicle Hats“ hergestellt werden. Nachdem die Reise schon ein Monat alt ist und der passende Reisehut für Martin noch immer nicht gefunden wurde (!!!) wäre die Gelegenheit ideal gewesen. Leider erklärte uns unser Guide, dass dieser Hut der traditionelle Hut für die vietnamesichen Damen ist, also doch noch kein Reisehut und das bei 30 Grad ohne Schatten.

Beim Hutbau
Hué selbst widmeten wir natürlich auch einige Zeit und folgten den Spuren unserer Spähtrupps, die wir unter Leitung von Dr. Kehldorfer vor einigen Jahren in die Gegend geschickt haben um die Lage zu erkunden.

Haupttor zur Kaiserstadt in Hué
Von Hué aus ging es mit einer angenehmen Busfahrt (bei Tag und nur 5h) weiter nach Hoi An, einer kleinen Stadt die den Krieg relativ unbeschadet überstanden hat und deswegen viel von ihrem alten Flair behalten konnte.

Hoi An
Das Wahrzeichen von Hoi An ist die Japanische Brücke.

Japanische Brücke
Interessante Geschichte dazu: Die Hoianer glaubten dereinst, unter dem Meer würde ein riesiges Monster hausen. Sein Schwanz läge in Japan, sein Kopf in Indien und sein Rumpf in Vietnam. Sie glaubten, dass Naturkatastrophen auf Bewegungen dieses riesigen Monsters zurückzuführen wären.
Scheinbar war es diesbezüglich eine ruhige Zeit, auf alle Fälle waren sie der Meinung, beim Bau der Japanischen Brücke hätten sich deren Pfeiler in die Mitte des Monsters gebohrt und es damit getötet (vgl.: Größe des Monsters und die mächtigen Pfeiler der Brücke). Als sie das bemerkten bekamen sie Mitleid mit dem Monster und bauten ihm einen Tempel.
Irgendwie können wir asiatische Logik noch immer nicht ganz nachvollziehen… Hut wurde übrigens auch in Hoian kein passender gefunden.
Von Hoian aus machten wir noch eine Tour nach My Son, Ruinen einer bedeutenden Stätte der Cham. Mitten im Urwald gelegen war hier bis zum Vietnamkrieg noch relativ viel intakt. Heute steht kaum mehr etwas.

Vorn: Überwucherter Krater; Hinten: Mauerreste
In My Son wurde dann auch endlich passender Reisehut gefunden! Er ist zwar weder praktisch noch stabil, schaut aber dafür umso besser aus. Man kann ihn auf den neuen Fotos in der Galerie entdecken, wenn man ganz genau schaut!
Am Abend desselben Tages ging es per Nachtbus nach Nha Trang, wo wir heute früh ankamen. Der Nachbus war noch ein bißchen enger als der letzte, dafür wurden wir heute mit unserem ersten Strandtag belohnt. Wir freuen uns selber schon auf die Fotos die wir hier das nächte Mal reinstellen können 😉

Kleiner Vorgeschmack
Einen ganz neuen Bereich gibts auch in unserem Blog: Für die Statistiker ein paar Statistiken!
Gruß in die Heimat! Man liest sich!
Ines & Martin
Edit: Haben die großartige Nachricht grad nach dem Aufstehen gelesen! Samma schwoaz….!!!!!!!!!!!!!!!
Kategorien : Vietnam